Welche Käserinde ist essbar?

Wenn es um Käse wie Camembert geht, stellt sich oft die Frage: Soll man die Rinde essen oder besser wegwerfen? Die Antwort ist einfach: Ja, die weiße, samtige Rinde von Camembert ist durchaus essbar. Sie entsteht nicht durch Schimmelbefall im negativen Sinne, sondern durch einen gezielt aufgetragenen Kulturschimmel, meist Penicillium candidum. Dieser wird extra für die Reifung verwendet und sorgt für das charakteristische Aroma und die cremige Textur des Käses.

Im Gegensatz zu harten Naturrinden, wie man sie von reifem Parmesan kennt, ist die Schicht beim Camembert weich, zart und geschmacklich angenehm. Viele Liebhaber von Weißmehlkäse essen sogar extra die Rinde, weil sie den intensiven, leicht nussigen Geschmack schätzen. Wichtig ist nur, dass der Käse frisch und gut gelagert ist – dann stellt auch die Schimmelhaut keinerlei Gesundheitsrisiko dar.

Das Gleiche gilt übrigens für andere mit Edelschimmel veredelte Käsesorten wie Brie oder bestimmte Blauschimmelkäse. Auch dort ist die Schale Teil des Genusses. Wer dennoch unsicher ist, kann klein anfangen: Einfach ein kleines Stück mit Rinde probieren und schauen, wie der Geschmack wirkt.

Wer Käse naturbelassen und ohne Zusatzstoffe mag, wird die essbaren Rinden meist besonders schätzen. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch ein Zeichen dafür, dass der Käse auf traditionelle Weise gereift ist – ohne künstliche Beschichtungen oder Chemie.

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