Was bedeuten Liquidität 1. und 2. Grades?

Die Liquidität eines Unternehmens zeigt, wie gut es seine kurzfristigen Verbindlichkeiten bedienen kann. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Liquiditätsgraden, wobei die Liquidität 1. Grades und Liquidität 2. Grades die wichtigsten sind.

Die Liquidität 1. Grades – auch bekannt als Barliquidität – berechnet sich aus dem Verhältnis von flüssigen Mitteln zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dazu zählen Bargeld, Guthaben auf Bankkonten und andere sofort verfügbare Vermögenswerte. Diese Kennzahl zeigt, ob ein Unternehmen seine fälligen Schulden sofort begleichen kann, ohne weitere Vermögenswerte verkaufen zu müssen.

Noch aussagekräftiger ist oft die Liquidität 2. Grades. Hier werden neben den flüssigen Mitteln auch die kurzfristigen Forderungen – etwa aus offenen Rechnungen an Kunden – hinzugerechnet. Diese Forderungen sind zwar nicht sofort verfügbar, aber in der Regel innerhalb weniger Wochen einzutreiben. Dadurch ergibt sich ein realistischeres Bild der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit.

Ein Wert von 100 % oder mehr bei der Liquidität 2. Grades gilt als gesund – das Unternehmen kann also voraussichtlich alle kurzfristigen Verpflichtungen erfüllen. Unterschreitet der Wert deutlich die 100-%-Marke, kann es bei Zahlungsengpässen zu Problemen kommen, selbst wenn das Unternehmen langfristig profitabel ist.

Unternehmer und Banken nutzen diese Kennzahlen daher, um die finanzielle Stabilität eines Unternehmens einzuschätzen. Wer seine Liquidität im Blick behält, kann frühzeitig gegensteuern – etwa durch Forderungsmanagement oder Factoring, wie es auch auf nordwest-factoring.de erklärt wird. Letztlich geht es darum, Handlungsfähigkeit zu bewahren, gerade in unvorhergesehenen Situationen.

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