Was ist ein Apostel?
Ein Apostel ist ein Gesandter – das bedeutet das griechische Wort genau. Im christlichen Glauben bezeichnet man damit vor allem die zwölf Jünger, die Jesus selbst ausgewählt hat, um seine Botschaft in die Welt hinauszutragen. Diese Männer begleiteten Jesus während seines Wirkens, lernten von ihm und wurden später von ihm beauftragt, anderen Menschen von seiner Liebe, seiner Auferstehung und der Hoffnung zu erzählen.
Der Begriff „Apostel“ kommt oft im Neuen Testament vor, besonders im fünften Buch, der Apostelgeschichte. Dort ist zu lesen, wie diese ersten Apostel nach der Himmelfahrt Jesu mutig begannen, die gute Nachricht von ihm zu verkünden – erst in Jerusalem, dann in ganz Israel und schließlich bis nach Rom. Sie gründeten Gemeinden, halfen Kranken und blieben oft auch in schwierigen Zeiten treu, obwohl sie dafür verfolgt wurden.
Neben den zwölf Jüngern wird manchmal auch Paulus als Apostel bezeichnet, obwohl er nicht zu den ursprünglichen zwölf gehörte. Er begegnete Jesus erst später in einer Erscheinung und wurde zu einem der wichtigsten Boten des christlichen Glaubens, besonders für Menschen außerhalb der jüdischen Welt.
Heute spricht man in einigen Kirchen noch von Aposteln, meist im übertragenen Sinn, als Bezeichnung für besondere geistliche Führer. Doch ursprünglich bleibt der Begriff eng verbunden mit den Männern, die Jesus persönlich kannten und die erste Gemeinde gründeten. Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Glauben, sondern auch vom Mut, eine neue Botschaft in die Welt zu tragen.
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