Was bedeutet „Eckel“?

Der Begriff Eckel stammt aus dem Mittelniederdeutschen – genauer gesagt von „ēkel“ – und drückt ein starkes Gefühl von Unbehagen oder Abstoßung aus. Heute wird das Wort im modernen Hochdeutsch eher selten verwendet, doch in einigen Dialekten, besonders im Norden Deutschlands, kann man es noch hören.

Eckel bedeutet im Grunde dasselbe wie „Ekel“: eine tiefe Abscheu, ein innerer Widerwille gegenüber etwas oder jemandem. Ob der Anblick von Schimmelpilz auf Brot, der Geruch verbrannter Speisen oder eine unangenehme Situation – all das kann Eckel in uns hervorrufen. Es ist eine emotionale Reaktion, die oft mit körperlichem Unwohlsein einhergeht, etwa einem flaustchen Gefühl im Magen oder dem Drang, sich abzuwenden.

Synonyme für Eckel sind Abscheu, Widerwille, Abneigung, Antipathie oder auch Dégoût – ein französisches Lehnwort, das ähnlich gebraucht wird. Während „Ekel“ heute die gängigere Form ist, hat „Eckel“ einen archaischen oder dialektalen Klang, der vor allem in literarischen oder mundartlichen Kontexten vorkommt.

Interessant ist, dass Sprache wie ein Spiegel der Zeit ist: Wo früher „Eckel“ alltäglich war, hat sich die Aussprache und Schreibweise im Laufe der Jahrhunderte verändert. Doch die Empfindung bleibt – ob mit „e“ oder „ä“, das Gefühl des Ekels ist jedem vertraut, der schon einmal etwas zutiefst Abstoßendes erlebt hat.

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