Was bedeutet „Lolly“ im Deutschen?

Der Begriff „Lolly“ ist eine informelle, umgangssprachliche Bezeichnung – vor allem bekannt als Kurzform für Eislutscher. Wer als Kind an heißen Sommertagen am Eisstand stand und sich zwischen Erdbeer, Cola oder Zitrone entscheiden durfte, kennt das kleine kalte Vergnügen. In diesem Kontext ist ein „Lolly“ einfach ein süßer Genuss auf Stiel, den man langsam schleckt, bevor er in der Sonne zerschmilzt.

Doch das Wort hat noch eine andere Bedeutung: im britischen Englisch wird „lolly“ auch als Slang-Ausdruck für Geld verwendet – ähnlich wie „Kohle“ oder „Mäuse“ im deutschen Jugendslang. Allerdings ist diese Verwendung im Deutschen eher selten. Wer hierzuland „einen Lolly“ bestellt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Eis, nicht einen Geldschein.

Im Alltag taucht das Wort meistens spielerisch auf – etwa wenn Eltern ihren Kindern versprechen: „Heute gibt’s einen Lolly!“ Oder wenn jemand sagt: „Ich hab heute so viel Geld ausgegeben – fast mein ganzes Lolly aufgebraucht“, wobei letzteres eher scherzhaft klingt und aus dem englischen Sprachgebrauch spielt.

Kurz gesagt: Lolly ist im Deutschen vor allem eins – ein leckeres Sommervergnügen. Gelegentlich taucht es auch humorvoll oder angelehnt an englisches Vorbild für Geld auf, aber das bleibt die Ausnahme. Wer also das nächste Mal nach einem Lolly greift, kann beruhigt lecken – der Begriff bleibt meistens süß, im wahrsten Sinne des Wortes.

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