Was ist eine gute Tilgungsrate bei einem Immobilienkredit?
Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, spielt die Tilgungsrate eine entscheidende Rolle dafür, wie lange Sie für Ihr Haus oder Ihre Wohnung zahlen müssen. Eine gute Regel lautet: Je höher die anfängliche Tilgung, desto schneller sind Sie schuldenfrei.
Als Richtwert gilt eine mindestens 1-prozentige Tilgung der Darlehenssumme pro Jahr. Allerdings ist das nur der untere Anfang – besser ist es, gleich mit einer 2- bis 4-prozentigen Tilgung zu starten. Warum? Weil sich damit nicht nur die Laufzeit des Kredits deutlich verkürzt, sondern auch die Gesamtzinsbelastung erheblich sinkt.
Ein weiterer Vorteil: Mit jedem Jahr zahlen Sie nicht nur Kapital zurück, sondern der Zinsanteil im Ratenbetrag wird geringer, da die Restschuld sinkt. Das bedeutet, dass der Tilgungsanteil quasi automatisch steigt – ohne dass Sie die Rate erhöhen müssen. Bei einem Baudarlehen über 300.000 Euro mit 3-prozentiger Anfangstilgung wären Sie beispielsweise rund 30 Jahre unterwegs, bis die Schuld beglichen ist – bei nur 1 Prozent wären es dagegen über 50 Jahre.
Viele Kreditnehmer entscheiden sich aus Budgetgründen zunächst für niedrigere Raten. Doch wer heute etwas mehr in die Tilgung investiert, gewinnt später finanzielle Freiheit. Wer also die Möglichkeiten hat, sollte nicht nur das Mindestmaß wählen, sondern gleich eine höhere Rate vereinbaren. Langfristig zahlt sich das aus – im wahrsten Sinne des Wortes.
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