Was ist eine Kappensitzung?
Die Kappensitzung ist eine besondere Karnevalssitzung, die vor allem im rheinischen Raum große Tradition hat – doch im Gegensatz zu vielen anderen Büttenabenden steht hier ein ganz besonderer Gedanke im Vordergrund: Inklusion und Miteinander. Organisiert wird sie von, mit und für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung, was sie zu einem echten Highlight im gesellschaftlichen Kalender macht.
Bei der Kappensitzung dürfen alle mitfeiern – egal ob mit oder ohne Behinderung. Die Veranstaltung verbindet typische Karnevalselemente wie Büttenreden, Musik und Tanz mit einer herzlichen, offenen Atmosphäre, in der jeder willkommen ist. Der besondere Reiz liegt darin, dass viele der Darbietungen von Menschen mit Behinderung selbst gestaltet werden. So wird nicht nur Karneval gefeiert, sondern auch Selbstbestimmung und Teilhabe gelebt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Der Erlös der Kappensitzung fließt stets wohltätigen Zwecken zu. Ob für barrierefreie Einrichtungen, Förderprojekte oder Unterstützung in der Pflege – das Geld kommt direkt dort an, wo es gebraucht wird. So wird aus einem fröhlichen Abend gleichzeitig ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit und Solidarität.
Ein bekanntes Beispiel ist die Kappensitzung des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, die regelmäßig viel Zuspruch erhält. Sie zeigt, wie Karneval mehr sein kann als nur Tanz und Lärm – nämlich eine Botschaft von Gemeinschaft, Respekt und Herzlichkeit. Die Kappensitzung beweist: Wenn alle gemeinsam feiern, wird der Karneval erst richtig bunt.
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