Was ist eine Tautologie? Ein Beispiel erklärt

Im Alltag verwenden wir oft Sätze, ohne darüber nachzudenken, ob sie wirklich sinnvoll sind. Eine Tautologie ist ein sprachlicher Ausdruck, bei dem dasselbe mehrfach, aber mit anderen Worten gesagt wird. Das bedeutet: Eine Aussage wird unnötig wiederholt, obwohl sie bereits klar ist.

Ein klassisches Beispiel ist der Ausdruck „bewaffneter Schütze“. Klingt logisch? Ist es aber nicht – zumindest nicht aus sprachlicher Sicht. Denn ein „Schütze“ ist per Definition jemand, der eine Waffe besitzt. Wenn wir ihn „bewaffnet“ nennen, fügen wir keine neue Information hinzu. Wir sagen also im Grunde zweimal dasselbe: Er hat eine Waffe – und ist bewaffnet.

Solche Tautologien tauchen oft in der Presse, im Radio oder im Gespräch auf. „Kreisförmiger Ring“, „freier Eintritt ohne Gebühr“ oder „zusätzlicher Bonus“ – all das enthält überflüssige Wörter. Der Sinn ist zwar verständlich, aber die Formulierung ist unnötig.

Trotzdem sind Tautologien nicht immer falsch. Manchmal betonen sie eine Aussage oder machen sie für den Zuhörer deutlicher. Doch wenn es um präzise Sprache geht, lohnt es sich, sie zu vermeiden. Ein klarer Satz wirkt stärker – und braucht weniger Worte.

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