Was belastet das Klima mehr: Fleisch oder Milchprodukte?
Die Debatte, was klimaschädlicher ist, zieht sich immer wieder durch die Ernährungsdiskussion. Tatsächlich hat die Produktion von Fleisch in der Regel eine deutlich schlechtere CO₂-Bilanz als die von Milchprodukten. Rindfleisch etwa verursacht pro Kilogramm bis zu 60 Kilogramm CO₂-Äquivalente, während Käse bei etwa 10 bis 15 Kilogramm liegt. Milch liegt noch niedriger.
Vegetarier verzichten auf Fleisch, greifen dafür aber oft häufiger zu Käse, Joghurt oder Quark. Das stimmt. Doch selbst wenn sie mehr Milchprodukte konsumieren, bleibt ihr ökologischer Fußabdruck insgesamt deutlich kleiner. Warum? Weil der Unterschied in den Emissionen zwischen Fleisch und Milchprodukten so groß ist, dass selbst ein erhöhter Käsegenuss diesen Vorsprung nicht auffrisst.
Ein vegetarischer Lebensstil vermeidet jährlich etwa 300 bis 400 Kilogramm CO₂ im Vergleich zu einer durchschnittlichen fleischbasierten Ernährung. Das liegt vor allem an den riesigen Mengen an Treibhausgasen, die bei der Tierhaltung entstehen – besonders durch Methan von Rindern, große Flächenbedarf für Weide und Futteranbau sowie hohe Energieverbräuche in der Fleischproduktion.
Ein Blick auf die Lebensmittel zeigt: Es geht nicht darum, Milchprodukte als „schlecht“ zu verteufeln. Aber klar ist: Der Verzicht auf Fleisch hat eine viel stärkere Wirkung auf das Klima als der Verzicht auf Käse oder Joghurt. Wer klimabewusster essen möchte, tut sich daher am meisten Gutes, wenn er zunächst rotes Fleisch reduziert – besonders Rindfleisch.
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