Fähre oder Flugzeug: Was ist besser fürs Klima?

Wenn es um die Wahl des umweltfreundlichsten Verkehrsmittels geht, steht oft die Frage im Raum: Ist die Fähre wirklich die bessere Alternative zum Flugzeug? Die Antwort lautet: Ja – und zwar deutlich. Laut Schätzungen ist die Reise mit der Fähre oder dem Zug etwa siebenmal umweltfreundlicher als der Flug.

Flugzeuge verursachen pro Kopf und Strecke deutlich mehr CO₂-Emissionen als andere Fortbewegungsmittel. Ein durchschnittlicher Kurzstreckenflug stößt pro Passagier bis zu 250 Gramm CO₂ pro Kilometer aus. Bei der Fähre hingegen liegt der Wert je nach Schiffsgröße, Auslastung und Route zwar auch im zweistelligen Bereich, liegt aber insgesamt viel niedriger – besonders, wenn man bedenkt, dass Fähren nicht nur Personen, sondern oft auch Fahrzeuge und Fracht transportieren.

Noch klimafreundlicher ist die Bahn, besonders wenn sie elektrisch und mit erneuerbarem Strom betrieben wird. Doch auch die Fähre schneidet im direkten Vergleich mit dem Flugzeug deutlich besser ab – nicht nur ökologisch, sondern auch für Reisende, die Zeit haben und die Reise zum Erlebnis machen wollen. Wer von Deutschland nach Skandinavien, auf eine der Balearen oder nach Großbritannien möchte, kann so nicht nur CO₂ sparen, sondern auch die Meereslandschaft genießen.

Trotzdem: Keine Reiseart ist völlig ohne Umweltauswirkungen. Doch die Wahl der Fähre statt des Flugzeugs ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung – besonders auf mittleren Strecken. Wer heute bewusster reist, tut nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst etwas Gutes.

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