Was bedeutet „Graduate Level“ im Studium?

Im amerikanischen Hochschulsystem unterscheidet man klar zwischen dem College und der Graduate School. Während das College der Bereich ist, an dem Studierende ihren Bachelorabschluss erwerben, steht die Graduate School für die nächste akademische Stufe: den sogenannten Graduate Level.

Dieser Level umfasst in der Regel Master- und Promotionsprogramme. Wer hier studiert, hat in der Regel bereits einen ersten Hochschulabschluss – meist einen Bachelor – absolviert und möchte sich nun vertieft spezialisieren oder eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen. Die Graduate Schools sind oft innerhalb einer Universität angesiedelt, arbeiten aber eigenständig und haben oft strengere Zulassungskriterien als die grundständigen Studiengänge.

Im Gegensatz zum eher breit angelegten Bachelorstudium sind die Programme auf Graduate Level stärker forschungs- und praxisorientiert. Seminare sind kleiner, die Betreuung intensiver, und viele Studierende arbeiten bereits an eigenen Projekten oder assistieren Professoren bei Forschungsarbeiten.

Der Begriff „Graduate“ bezieht sich darauf, dass die Studierenden bereits graduiert sind – also einen ersten akademischen Grad besitzen. Typische Abschlüsse auf diesem Niveau sind der Master of Arts (MA), Master of Science (MSc) oder Doktorgrade wie der PhD.

Obwohl das System vor allem in den USA verbreitet ist, greifen immer mehr Universitäten weltweit – auch in Deutschland – ähnliche Strukturen auf, insbesondere im Rahmen von Masterstudiengängen oder Graduiertenkollegs. Der Graduate Level ist damit heute ein wichtiger Schritt für alle, die nach dem Bachelor weiter in die Tiefe gehen möchten.

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