Was ist bei einer Reanimation wichtig?

Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Wenn jemand bewusstlos wird und nicht mehr ansprechbar ist, sollte man sofort handeln. Der erste Schritt: den Patienten sanft ansprechen – etwa mit „Können Sie mich hören?“ – und auf eine Reaktion warten. Bleibt diese aus, muss sofort die Atmung geprüft werden. Dazu das Gesicht nahe an Mund und Nase des Betroffenen bringen, sehen, hören und fühlen, ob Atembewegungen vorhanden sind – maximal zehn Sekunden lang.

Keine Reaktion, keine normale Atmung? Dann gilt: Sofort Hilfe holen.

Ein Helfer sollte unverzüglich den Notruf 112 absetzen und ein zweiter – falls vorhanden – beginnt sofort mit der Herzdruckmassage. Wichtig: Drücken Sie fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs, etwa zwei Hände übereinander, zwei Mal pro Sekunde. Nur so lässt sich ein minimaler Blutfluss aufrechterhalten, der Gehirn und Herz versorgt.

Können Sie Atemspende, sollten Sie nach jedem 30. Druck zwei Mal beatmen – Mund zu Mund oder mit Beatmungstuch. Doch auch nur Herzdruckmassage rettet Leben. Viele zögern aus Angst vor Fehler – dabei ist jede Hilfe besser als keine. Inzwischen gibt es überall Defibrillatoren (AED), die mit Sprachanweisungen helfen, den richtigen Zeitpunkt für einen Schock zu erkennen.

Merke: Bleiben Sie ruhig, handeln Sie entschlossen.

Erste Hilfe zu leisten, ist in Deutschland nicht nur erlaubt – es ist ein Gebot der Solidarität. Mit den einfachen Basismaßnahmen können Sie den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Weitere Informationen und Kurse finden Sie bei Rotem Kreuz, Malteser oder Johanniter.

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