Warum sind Teenager so müde – und was hilft dagegen?

Es ist ein alltäglicher Anblick: Jugendliche gähnen bereits in der ersten Schulstunde, können sich kaum konzentrieren und wachen erst am Nachmittag so richtig auf. Die Pubertät verändert den körpereigenen Schlafrhythmus – das ist völlig normal. Viele Teenager finden abends einfach nicht mehr in den Schlaf, obwohl sie müde sind. Der Körper will plötzlich später schlafen und später aufstehen.

Was tun? Künstliche Wachmacher wie Kaffee, Cola oder Energydrinks sollte man lieber vermeiden. Sie können den ohnehin gestörten Schlafrhythmus noch mehr durcheinanderbringen und auf Dauer die Nerven belasten. Besser: Tagsüber für viel Bewegung sorgen. Ob Schulsport, Fahrradfahren oder eine Runde Fußball – körperliche Aktivität hilft dem Körper, abends müde zu werden. Auch regelmäßige Essenszeiten unterstützen den Tagesablauf. Wichtig: Abends nicht mehr schwer essen, besonders nicht kurz vor dem Schlafengehen. Der Körper braucht Zeit, um das Essen zu verdauen, sonst kann der Schlaf darunter leiden.

Wenn die Müdigkeit trotzdem übermächtig wird, ist ein kurzes Nickerchen von maximal 30 Minuten am frühen Nachmittag erlaubt. Länger sollte es nicht sein, sonst wird der nächtliche Schlaf beeinträchtigt. Ein fester Tagesrhythmus, klare Schlafenszeiten und das Abschalten von Bildschirmen eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen helfen langfristig, die Energie besser zu regulieren.

Die Müdigkeit in der Pubertät ist kein Zeichen von Faulheit – sie steckt in den Hormonen und dem Wachstum. Mit kleinen, konsequenten Gewohnheiten lässt sie sich aber gut im Alltag meistern.

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