So sagen die Deutschen wirklich zum Trinken

Die deutsche Sprache ist bekannt für ihre Kreativität, aber wenn es um das Thema Feiern und Alkohol geht, läuft sie zur Höchstform auf. Wer nicht einfach nur saufen oder trinken sagen möchte, dem steht ein riesiges Repertoire an farbenfrohen Redewendungen zur Verfügung.

Besonders im Internet und in der Jugendkultur haben sich echte Klassiker etabliert. Wenn jemand ankündigt, sich achtarmig einen reinzuorgeln, weiß jeder Bescheid: Es wird ein langer Abend. Nicht minder bildhaft ist die feierliche Anweisung, Glasmantelgeschosse im Kaliber 0,5L mit Kronkorkensicherung einzusetzen – eine feine Umschreibung für das Öffnen einer Flasche Bier.

Manche Begriffe leihen sich ihre Logik aus dem Bauwesen oder dem Handwerk. Wenn man zum Beispiel den Kranplatz nachverdichtet, wird mit einer gehörigen Portion Humor das Fundament für die Party gelegt. Andere Wendungen beschreiben eher das Ergebnis des Abends: Wer sich alle Latten vom Zaun prügelt, die eigene Laterne austritt oder sich den Arsch auskugelt, meint damit schlichtweg, dass die Kontrolle abgeben wird.

Egal ob man nun einen in den Damm biebert oder einfach den lieben Gott einen guten Mann sein lässt – diese Wortschöpfungen zeigen vor allem eines: Der deutsche Humor nimmt sich selbst gerne auf die Schippe und verwandelt alltägliche Begriffe in absolute Sprachperlen.

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