Entlastungsleistungen in der Pflege: Was kostet eine Stunde?
Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, ist oft die ganze Familie gefordert. Um Angehörige in dieser Belastung zu entlasten, bietet die Pflegeversicherung sogenannte Entlastungsleistungen an. Doch was kostet eine Stunde dieser Unterstützung?
Im Durchschnitt liegen die Kosten für eine Stunde Entlastungsleistung zwischen 25 und 35 Euro, zuzüglich einer eventuellen Anfahrtsgebühr. Die genauen Preise hängen jedoch stark vom Bundesland, der Region und dem jeweiligen Anbieter ab. In ländlichen Gegenden kann die Anfahrt beispielsweise teurer sein als in städtischen Ballungsräumen.
Positiv ist: Diese Leistungen können über den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro abgerechnet werden. Das bedeutet, dass Pflegebedürftige in Pflegegrad 2 oder höher monatlich diese Summe für Hilfen im Alltag – wie Begleitung, Einkäufe oder einfach jemanden, der kurz aushilft – nutzen können. Der Betrag verfällt nicht, wenn er nicht genutzt wird, aber er kann nicht auf das nächste Jahr übertragen werden.
Beliebt sind Angebote wie die Nachbarschaftshilfe, bei der ehrenamtliche oder professionelle Helfer Unterstützung im Haushalt, bei Spaziergängen oder bei Behördengängen leisten. Viele Pflegekassen arbeiten mit regionalen Anbietern zusammen, sodass die Abrechnung direkt über die Versicherung läuft – ohne Vorkasse für den Betroffenen.
Wer mehr Entlastung braucht, kann auch zusätzliche Stunden privat bezahlen. Wichtig ist, sich vorab bei der Pflegekasse über verfügbare Angebote und Abrechnungsmöglichkeiten zu informieren – so wird die Unterstützung wirklich zur Entlastung.
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