Ein Jahr früher in Rente – was kostet das wirklich?
Wer sich fragt, ob ein Jahr früher in Rente gehen teuer wird, kann aufatmen: Unter bestimmten Voraussetzungen kostet das tatsächlich keinen einzigen Abzug. Wer heute mit dem richtigen Versicherungsnachweis – dem sogenannten SB-Ausweis – die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann bereits ein Jahr vor dem regulären Rentenbeginn ohne finanzielle Einbußen in den Ruhestand wechseln.
Keine Abzüge – aber auch kein GeschenkDie Aussage, dass die vorgezogene Rente „nichts kostet“, ist zwar weit verbreitet, aber nicht ganz genau. Zwar gibt es in diesem Fall keine prozentualen Kürzungen der Monatsrente, wie sie sonst bei vorzeitiger Inanspruchnahme üblich sind. Doch was oft übersehen wird: Wer früher in Rente geht, erhält die Rente logischerweise auch länger – was den Gesamtbetrag über die Jahre hinweg erhöht. Die Kosten tragen letztlich die Rentenversicherung und damit indirekt alle Beitragszahler.
Wichtig ist: Diese Möglichkeit gilt nur für bestimmte Personengruppen, etwa Menschen mit langem Versicherungsverlauf oder besonderen Berufslaufbahnen. Wer plant, früher aus dem Berufsleben auszusteigen, sollte daher frühzeitig den eigenen Versicherungsverlauf prüfen lassen – idealerweise beim zuständigen Rentenversicherungsträger oder beim Sozialverband Deutschland (SoVD).
Ein Jahr früher in Rente zu gehen, kann unter den richtigen Bedingungen eine echte Entlastung sein – beruflich, gesundheitlich und privat. Aber: Klären Sie vorher genau ab, ob Sie alle Voraussetzungen erfüllen. Eine unüberlegte Entscheidung kann sich später doch ins Geld rechnen – auch ohne offensichtliche Abzüge.
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