Babys schmecken schon im Mutterleib – und zeigen es deutlich
Was mögen Babys, noch bevor sie die Welt erblicken? Eine Studie zeigt: Schon im Mutterleib reagieren Föten auf Geschmäcker – und zwar ganz eindeutig. Wenn schwangere Frauen Karotten essen, freut sich das Ungeborene sichtbar. Forscher nutzten 4D-Scans, um die Reaktionen der Föten zu beobachten – und entdeckten etwas Erstaunliches: Nachdem die Mütter Karottensaft tranken, zeigten die Babys im Bauch ein sogenanntes „Lachgesicht“. Ihre Gesichtszüge entspannten sich, die Mundwinkel hoben sich leicht – ein klares Zeichen von Wohlgefühl.
Anders sah es bei bitteren oder stark riechenden Lebensmitteln aus. Bei Geschmäckern wie Kohl oder Brokkoli verzogen die Föten hingegen das Gesicht, als würden sie weinen. Ihre Mimik erinnerte an Unbehagen oder Ablehnung. Das deutet darauf hin, dass Babys bereits im Mutterleib Geschmäcker wahrnehmen, verarbeiten – und sogar bevorzugen.
Der Geschmack der Mutter beeinflusst das KindDie Nahrung der Mutter gelangt über die Fruchtwasser in den Kreislauf des Fötus. Schon ab dem zweiten Trimester kann das Kind also schmecken, was die Mutter isst. Experten vermuten, dass diese frühen sensorischen Erfahrungen sogar die Esskultur nach der Geburt prägen. Kinder, die in der Schwangerschaft häufig Geschmäcke wie Karotte oder Süßes erlebt haben, nehmen diese Lebensmittel nach der Geburt oft leichter an.
Die Studie zeigt: Die Vorliebe für bestimmte Lebensmittel beginnt viel früher, als lange gedacht – nämlich direkt im Bauch. Schon lange vor Pommes, Eis oder Apfelschorle probt das Baby, was schmeckt – und was nicht.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.