Was passiert mit dem Geld auf der Bank im Kriegsfall?
Bei vielen Menschen stellt sich in unsicheren Zeiten die Frage: Ist mein Geld auf der Bank noch sicher, besonders wenn ein Krieg ausbricht? Die gute Nachricht: In Deutschland genießt Ihr Geld eine gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Das bedeutet, selbst wenn eine Bank pleitegehen sollte, ist dieser Betrag durch den Einlagensicherungsfonds geschützt.
Doch das ist nicht die ganze Sicherheit. Viele Institute gehen über die gesetzliche Absicherung hinaus. In Deutschland können Banken beispielsweise Mitglied im Bundesverband Deutscher Banken (BdB) sein, der ein zusätzliches, freiwilliges privates Sicherungssystem anbietet. Dieses kann im Einzelfall noch höhere Garantien bieten – je nach Haus und Vereinbarung.
Es gibt allerdings Ausnahmen. So war beispielsweise die VTB Bank (Europe) SE, eine russische Tochtergesellschaft, Mitglied im BdB. Doch durch die Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukrainekriegs wurden viele dieser Institute aus dem europäischen Finanzsystem ausgeschlossen. Das zeigt: Auch die Zugehörigkeit zu Sicherungssystemen kann politischen Entwicklungen unterliegen.
Dennoch: Für die meisten Sparer in Deutschland bleibt das Ersparte auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto selbst in Krisenzeiten gut geschützt – besonders bei deutschen Geschäftsbanken mit Sitz und Lizenz in der EU. Wichtig ist, die Höhe der Einlagensicherung im Blick zu behalten und bei größeren Beträgen über eine Streuung nachzudenken. Panik ist selten angebracht – fundiertes Wissen aber immer.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.