Was passiert, wenn das Arbeitslosengeld nach einem Jahr endet?

Wenn Sie länger als ein Jahr arbeitslos sind, endet in den meisten Fällen das sogenannte Arbeitslosengeld. Eine Ausnahme gilt oft für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, bei denen die Regelungen etwas anders ausfallen können. Doch das bedeutet nicht, dass die finanzielle Unterstützung automatisch wegfällt.

Stattdessen erfolgt ein nahtloser Übergang zum Bürgergeld. Dieses wird monatlich ausgezahlt – und zwar immer zu Beginn des Monats für den laufenden Monat. Anders als das zeitlich begrenzte Arbeitslosengeld läuft das Bürgergeld nicht nach einer bestimmten Dauer aus. Solange Sie die Voraussetzungen erfüllen und weiterhin Bedarf haben, erhalten Sie diese Leistung.

Die Auszahlung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit, die auch während des Übergangs als Ansprechpartnerin bleibt. Wichtig ist, dass Sie weiterhin anerkanntermaßen arbeitslos sind und aktiv an Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt mitwirken – beispielsweise durch Bewerbungen oder Teilnahme an Angeboten der Agentur.

Der Wechsel vom Arbeitslosengeld zum Bürgergeld ist also kein Rückschlag, sondern Teil des sozialen Sicherungssystems. Er soll sicherstellen, dass niemand ohne Einkommen dasteht, solange er auf dem Weg zurück in eine Beschäftigung noch Unterstützung benötigt. Wer Fragen hat, kann sich direkt bei der zuständigen Agentur für Arbeit beraten lassen.

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