Warum es im Schlafzimmer nicht zu kalt sein sollte

Ein kühles Schlafzimmer gilt als ideal für erholsamen Schlaf. Die meisten Menschen schlafen bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad am besten. Doch zu kalte Räume können gesundheitliche Probleme verursachen, statt sie zu verhindern.

Wenn die Temperatur im Schlafzimmer dauerhaft unter 16 Grad liegt, kann das zu mehr als nur kalten Füßen führen. Die Kälte aktiviert das körpereigene Immunsystem, das dann quasi im Dauermodus arbeitet. Langfristig kann das die Abwehrkräfte schwächen – besonders anfällig sind oft Kinder und ältere Menschen.

Ein weiteres Risiko ist Feuchtigkeit. Kalte Wände kühlen die Luft an ihrer Oberfläche stark ab. Dadurch kann sich Wasser aus der Luft an den Wänden absetzen, besonders in schlecht belüfteten Zimmern. Diese Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel – ein bekannter Auslöser für Atemwegsprobleme und Allergien.

Experten raten daher zu einer ausgewogenen Raumtemperatur. Statt das Schlafzimmer in den Wintermonaten komplett abzukühlen, sollte man auf regelmäßiges Lüften setzen – am besten morgens für 5 bis 10 Minuten stoßlüften – und die Temperatur leicht reduzieren, ohne in den kritischen Bereich zu fallen. So bleibt das Raumklima gesund, der Schlaf erholsam.

Letztlich geht es nicht darum, kalt zu schlafen, sondern um ein angenehmes Gleichgewicht: kühl genug für guten Schlaf, warm genug für Wohlbefinden und Schimmelvermeidung.

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