Was passiert, wenn man eine Münze verschluckt?
Einmal aus Versehen eine Münze geschluckt? Kein Grund zur Panik – das kommt vor allem bei Kindern häufiger vor, ist aber meist harmlos. In den meisten Fällen wandert die Münze einfach weiter durch den Verdauungstrakt und wird nach einigen Tagen unverändert mit dem Stuhl wieder ausgeschieden.
Probleme entstehen nur selten. Bei kleineren Münzen wie 50-Cent-Stücken ist die Gefahr zwar gering, aber nicht ausgeschlossen, dass sie im Magen hängen bleibt – vor allem wenn der Pylorus, also der Ausgang des Magens, sie nicht passieren lässt. In solchen Fällen kann die Münze tagelang im Magen verweilen und muss gegebenenfalls medizinisch entfernt werden.
Erwachsene verschlucken Münzen meist aus Versehen beim Griff in die Hosentasche oder beim Essen, wenn Geldstücke unbeabsichtigt mit aufgenommen werden. Bei Babys und Kleinkindern ist die Situation anders: Ihre Neugier ist groß, und alles, was in die Hand passt, wandert schnell in den Mund. Deshalb gilt besondere Vorsicht bei Kleingeld und kleinen Gegenständen.
Wenn eine Münze verschluckt wurde, ist Beobachtung wichtig. Zeigt sich kein Unwohlsein, kein Erbrechen und keine Schmerzen, kann man oft abwarten. Ein Gang zum Arzt ist aber ratsam, wenn Beschwerden auftreten oder man unsicher ist. Mit einer einfachen Röntgenaufnahme kann der Arzt feststellen, wo sich die Münze befindet.
Zum Glück enden die meisten dieser Vorfälle gut – ohne medizinische Eingriffe. Dennoch: Bei Verdacht auf eine Blockade im Magen oder in der Speiseröhre sollte man nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.
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