Was passiert, wenn man im Schlaf aufhört zu atmen?
Stellen Sie sich vor: Mitten in der Nacht hören Sie auf zu atmen – und das immer wieder. Genau das geschieht bei der Schlaf-Apnoe, einer weit verbreiteten, aber oft unterschätzten Erkrankung. Betroffene hören während des Schlafs für einige Sekunden, manchmal sogar über eine Minute, auf zu atmen. Das liegt daran, dass sich der Rachenraum verengt oder komplett verschließt.
Der Grund: Während der Entspannung im Schlaf fällt die Muskulatur im Rachenbereich erschlafft nach innen. Der Zungenrand sackt ab, die Vorderwand des Rachens kollabiert auf die Hinterwand – der Atemweg ist verlegt. Besonders bei Menschen mit Übergewicht, wo sich vermehrt Fett in Hals und Zunge ablagert, wird das Problem verstärkt. Diese körperliche Verengung führt dazu, dass die Betroffenen nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.
Der Körper reagiert darauf mit einem kurzen Alarm – das Gehirn schaltet kurz hoch, um die Atmung wieder anzustoßen. Oft bemerken Betroffene das nicht bewusst, doch die Folgen sind spürbar: tiefer Schlaf wird ständig unterbrochen, was zu chronischer Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhtem Risiko für Bluthochdruck oder Herzprobleme führen kann.
Typische Anzeichen sind lautes Schnarchen, plötzliches Keuchen im Schlaf oder das Gefühl, trotz langen Schlafs nicht erholt aufzuwachen. Wer solche Symptome kennt, sollte zum Arzt gehen. Meist hilft eine Untersuchung im Schlaflabor. Behandlungen wie eine spezielle Beatmungsmaske (CPAP) können das Atmen nachts stabilisieren und die Lebensqualität deutlich verbessern.
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