Was bedeutet es, wenn man schwarzen Kotz hat?

Wer schwarzes oder stark braunes Erbrochenes bemerkt, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese Verfärbung deutet oft darauf hin, dass Blut aus dem oberen Verdauungstrakt stammt – meist aus dem Magen oder der Speiseröhre. Das Blut wird durch die Magensäure dunkel, weshalb das Erbrochene oft wie Kaffeesatz aussieht oder eine teerähnliche Konsistenz hat.

Die häufigsten Ursachen sind:

Ein Magengeschwür ist eine der Hauptursachen. Es entsteht, wenn die schützende Schleimhaut im Magen beschädigt wird – oft durch langfristigen Gebrauch von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder anderen nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs). Auch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori kann zur Entstehung von Geschwüren führen.

Weiterhin kann eine Gastritis, also eine Entzündung der Magenschleimhaut, zu solchen Symptomen führen. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder Stress können die Schleimhaut reizen und die Entzündung verschlimmern.

Seltener, aber ebenso ernst, sind Varizen in der Speiseröhre – erweiterte Venen, die bei Lebererkrankungen auftreten können und stark bluten. Auch Magenkrebs kann in seltenen Fällen mit dunklem Erbrechen einhergehen, besonders bei älteren Patienten mit Risikofaktoren.

Wichtig ist: Schwarzes Erbrechen ist ein Warnzeichen. Wer es bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Eine schnelle Diagnose kann lebensrettend sein – besonders, wenn eine innere Blutung vorliegt. Selbst wenn die Symptome nachlassen, sollte die Ursache abgeklärt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

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