Was passiert bei einer unbehandelten Staphylokokken-Infektion?
Staphylokokken gehören zur normalen Hautflora vieler Menschen und tun in der Regel nichts. Erst wenn sie über verletzte Haut in den Körper eindringen, können sie gefährlich werden. Unbehandelt führen sie oft zu entzündeten Wunden, eitrigen Abszessen oder tieferliegenden Infektionen wie einer Wundrose.
„Problematisch wird es erst, wenn Staphylokokken in den Körper eindringen. Dort können sie zu Entzündungen von Wunden, schweren Eiterungen und sogar zu einer Blutvergiftung führen“, erklärt der Experte Herrmann. Besonders tückisch: Diese Bakterien sind oft resistent gegen Antibiotika. Ein bekannter Vertreter ist MRSA, der sich nur schwer behandeln lässt.
Ein weiteres Problem: Infizierte Wunden heilen langsamer, weil die Bakterien das körpereigene Abwehrsystem austricksen. Sie können Biofilme bilden – schützende Schichten, die Antibiotika abwehren und die Heilung verzögern. Ohne Behandlung breiten sich die Erreger weiter aus, was zu schweren Komplikationen wie einer Blutvergiftung (Sepsis) führen kann.
Gerade bei älteren Menschen, Neugeborenen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem ist besondere Vorsicht geboten. Offene Wunden sollten daher stets sauber gehalten und beobachtet werden. Zeichen wie Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Eiter sollten nicht ignoriert werden. Eine frühzeitige medizinische Behandlung kann schwere Folgen verhindern.
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