Was passiert bei Zöliakie, wenn man Gluten isst?

Bei Menschen mit Zöliakie – einer Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird – führt jeder Genuss von Weizen, Roggen oder Gerste zu einer schädlichen Reaktion im Körper. Wird trotz Diagnose weiter Gluten konsumiert, entzündet sich die Schleimhaut des Dünndarms chronisch. Diese Entzündung beschädigt die feinen Darmzotten, die für die Aufnahme von Nährstoffen unerlässlich sind.

Die Folgen können vielfältig sein: Neben typischen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen treten oft auch sogenannte extraintestinale Symptome auf – dazu gehören Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Hautprobleme oder sogar depressive Verstimmungen. Besonders tückisch: Manche Betroffene spüren kaum Beschwerden, doch die unsichtbaren Schäden im Darm bleiben.

Das Gute: Die Erkrankung ist gut behandelbar – durch konsequente glutenfreie Ernährung. Schon nach kurzer Zeit klingen die Entzündungen ab, und die Darmschleimhaut beginnt sich zu regenerieren. Bei strikter Einhaltung der Diät kann sich der Darm meist vollständig erholen, besonders bei frühzeitiger Diagnose.

Wichtig ist daher, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und sich von einem Arzt beraten zu lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bei Verdacht nicht selbst mit der Ernährung experimentieren, sondern eine klare Diagnose anstreben – denn eine falsche Selbstbehandlung kann andere Erkrankungen überdecken.

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