Was passiert, wenn man zu lange schläft?

Wer glaubt, dass mehr Schlaf automatisch gesünder ist, könnte sich täuschen. Während ausreichend Schlaf wichtig für Erholung und Gesundheit ist, kann zu viel Schlaf im Langfristigen sogar schaden. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig mehr als neun Stunden pro Nacht schlafen, ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme haben – besonders wenn dies über einen längeren Zeitraum anhält.

Ein auffälliger Zusammenhang besteht zwischen übermäßigem Schlaf und einem höheren Schlaganfallrisiko. Doch das ist nicht alles: Auch Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Beschwerden treten bei Langschläfern häufiger auf. Darüber hinaus deuten Forschungsergebnisse auf eine mögliche Verbindung zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson hin. Auch psychische Gesundheit kann betroffen sein – Depressionen gehen oft mit verlängerter Schlafdauer einher, wobei unklar ist, ob die Depressionen den langen Schlaf verursachen oder umgekehrt.

Doch wann ist „zu viel“ Schlaf eigentlich zu viel? Die meisten Erwachsenen benötigen zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Wer regelmäßig länger schläft und sich trotzdem müde fühlt, sollte besser einen Arzt aufsuchen – denn hinter langem Schlaf können oft zugrunde liegende Erkrankungen stecken.

Wichtig ist: Gelegentlich länger zu schlafen, etwa am Wochenende nach einer anstrengenden Woche, ist völlig normal. Problematisch wird es erst, wenn sich der lange Schlaf zur Dauereinrichtung entwickelt. Dann ist es sinnvoll, Lebensstil, Schlafqualität und körperliche Gesundheit genauer unter die Lupe zu nehmen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen