Was passiert bei zu viel Gluten?

Bei Menschen mit Zöliakie kann schon eine kleine Menge Gluten große Probleme verursachen. Gluten ist ein Eiweiß, das vor allem in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt, und für Betroffene lebensbedrohlich, wenn es nicht gemieden wird. Der Verzehr löst eine heftige Immunreaktion aus, die die feinen Zotten in der Dünndarmschleimhaut angreift. Diese Zotten sind wichtig für die Nährstoffaufnahme – sterben sie ab, leidet der ganze Körper.

Die Folgen sind oft unterschätzt: Betroffene können unter Durchfall, Bauchschmerzen, Müdigkeit oder sogar Gewichtsverlust leiden – manchmal jahrelang, ohne die Ursache zu kennen. Viele glauben, es reiche aus, auf Brot oder Nudeln zu verzichten. Doch Gluten steckt in viel mehr Produkten, als man denkt: in Soßen, Fertiggerichten, Müslis oder sogar Medikamenten. Selbst Spuren können bei empfindlichen Personen schädlich wirken.

Ein Leben mit Zöliakie erfordert daher ständige Achtsamkeit. Lesen von Zutatenlisten wird zur Routine, das Essen in Restaurants zur Herausforderung. Doch mit einer strikten glutenfreien Ernährung kann sich die Dünndarmschleimhaut meist wieder erholen – und das Wohlbefinden kehrt zurück. Die Krankheit tarnt sich oft gut, doch mit der richtigen Diagnose beginnt eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

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