Was passiert, wenn sich die Gebärmutter nach der Geburt nicht zusammenzieht?

Nach der Geburt eines Babys sollte sich die Gebärmutter normalerweise zusammenziehen, um die Blutung zu stoppen, die durch die Ablösung der Plazenta entsteht. Diese Zusammenziehung ist lebenswichtig – sie presst die geöffneten Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut zusammen und verhindert eine starke Blutung.

Wenn die Gebärmutter jedoch nicht ausreichend nachzieht, spricht man von einer sogenannten "Uterusatonie". In diesem Fall bleiben die Blutgefäße offen, was zu einer erheblichen Blutung führen kann. Solche Nachblutungen zählen zu den häufigsten und gefährlichsten Komplikationen direkt nach der Entbindung.

Ohne schnelle medizinische Hilfe kann der Blutverlust lebensbedrohlich werden. Symptome sind eine weiche, schlaffe Gebärmutter, starker Blutfluss, Schwindel oder ein schneller Puls. Ärztinnen und Ärzte erkennen diesen Zustand meist durch Abtasten des Unterleibs und reagieren sofort – oft mit Medikamenten, die die Kontraktion fördern, wie zum Beispiel Oxytocin.

Glücklicherweise ist eine Uterusatonie heute gut behandelbar, besonders in Kliniken mit intensiver Überwachung nach der Geburt. Dennoch bleibt sie eine ernste Situation, die stets schnell erkannt und behandelt werden muss. Besonders bei langen Wehen, Mehrlingsschwangerschaften oder einer überdimensionalen Plazenta ist das Risiko erhöht.

Die meisten Frauen erleben nach der Geburt eine normale Nachblutung – die sogenannte Lochien. Doch wenn der Blutverlust ungewöhnlich stark ist oder die Gebärmutter hart bleibt und schmerzt, sollte unbedingt Hilfe geholt werden. Prävention, Aufmerksamkeit und schnelles Handeln retten Leben.

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