Was passiert bei unbehandeltem Vitamin-D-Mangel?

Wenn ein Vitamin-D-Mangel über längere Zeit unbehandelt bleibt, kann das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Vitamin D spielt eine zentrale Rolle bei der Kalziumaufnahme – ein Prozess, der für stabile Knochen unerlässlich ist. Fehlt es an Vitamin D, kann der Körper nicht genug Kalzium aus der Nahrung aufnehmen.

Um den Kalziumspiegel im Blut dennoch konstant zu halten, greift der Körper auf die Knochensubstanz zurück. Langfristig wird Kalzium aus den Knochen ausgelaugt, was zu einer Abnahme der Knochendichte führt. Besonders betroffen sind oft ältere Menschen, aber auch jüngere Erwachsene mit wenig Sonnenlichtkontakt oder unausgewogener Ernährung können betroffen sein.

Ohne Behandlung kann dies zu Knochenschmerzen, Muskelschwäche und im fortgeschrittenen Stadium sogar zu Osteoporose oder erhöhter Bruchanfälligkeit führen. Bei Kindern kann ein dauerhafter Mangel zur Rachitis mit Fehlstellungen der Knochen führen – eine seltene, aber ernste Erkrankung.

Da Vitamin D vor allem durch die Haut bei Sonneneinstrahlung gebildet wird, ist ein Mangel besonders in den Wintermonaten oder bei Menschen, die sich meist im Innenbereich aufhalten, häufig. Eine ausgewogene Ernährung mit vitamin-D-reichen Lebensmitteln wie Fisch, Eiern oder Pilzen sowie gegebenenfalls Nahrungsergänzung auf ärztlichen Rat können helfen, dem entgegenzuwirken.

Ein simples Blutbild zeigt, ob der Vitamin-D-Spiegel im Normbereich liegt. Wer sich oft müde fühlt, schlecht gelaunt ist oder häufig Muskel- und Gelenkbeschwerden hat, sollte daher einen Arzt aufsuchen. Die Behandlung ist oft einfach – doch die Vorbeugung beginnt meist schon mit kleinen Schritten wie regelmäßigem Aufenthalt im Freien oder einer angepassten Ernährung.

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