Was der Koran über Weihnachten sagt
Weihnachten ist für Christen eines der wichtigsten Feste des Jahres – für Muslime hingegen hat es keine religiöse Bedeutung. Der Islam kennt kein Fest zur Feier der Geburt Jesu, obwohl Jesus im Koran eine bedeutende Rolle spielt.
Im Koran wird Jesus – auf Arabisch Isa – als Prophet und auserwählter Gesandter Gottes verehrt. Er wird sogar als besonders rein und von einer jungfräulichen Mutter geboren beschrieben, ähnlich wie in der christlichen Überlieferung. Doch entscheidend ist: Muslime glauben nicht, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Diese zentrale Aussage des Christentums widerspricht dem strengen Gottesbild des Islams, das jegliche Gleichsetzung mit Gott ablehnt.
So sehr die Ehrung Jesu im Islam auch geht – seine Geburt wird nicht gefeiert. Weihnachten bleibt daher ein christliches Fest, das Muslime aus Respekt oft wahrnehmen, ohne es selbst zu begehen. In vielen muslimisch geprägten Ländern spielt Weihnachten kaum eine Rolle, während in westlichen Ländern wie Deutschland muslimische Familien durchaus die festliche Atmosphäre wahrnehmen, oft aus kulturellem Mitgefühl oder um Kindern die Freude an Lichtern und Geschenken zu ermöglichen.
Trotz unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen kann Weihnachten eine Brücke zwischen den Religionen sein. Der Respekt vor Jesu als Prophet im Koran zeigt: Es gibt Berührungspunkte. Doch das Fest der Geburt – das bleibt allein Sache der Christen.
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