Wie Alkohol das Immunsystem schwächt

Wer regelmäßig zu viel Alkohol trinkt, riskiert mehr, als nur einen schweren Kopf am nächsten Morgen. Alkohol schwächt das Immunsystem – und das oft, ohne dass man es direkt merkt. Schon nach einem einzigen ausgiebigen Abend kann der Körper bis zu einem ganzen Tag lang deutlich schlechter auf Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder Pilze reagieren.

Das liegt daran, dass Alkohol die Funktion wichtiger Abwehrzellen beeinträchtigt. Diese Zellen, die normalerweise Erreger bekämpfen, arbeiten unter Alkoholeinfluss langsamer und weniger effektiv. Besonders betroffen sind die Schleimhäute in Nase, Mund und Lunge – die erste Barriere gegen Infektionen. Wer oft trinkt, baut damit langfristig eine geschwächte Abwehr auf und wird anfälliger für Erkältungen, Grippe oder sogar Lungenentzündung.

Doch nicht nur die Infektanfälligkeit steigt: Auch die Haut leidet. Alkohol entzieht ihr Feuchtigkeit, was zu Trockenheit, Rötungen und vorzeitigem Altern führen kann. Gleichzeitig behindert er die Regeneration – Wunden heilen langsamer, und Entzündungen bleiben länger.

Die gute Nachricht: Der Körper ist stark, wenn man ihn lässt. Bereits nach wenigen Tagen ohne Alkohol beginnt das Immunsystem, sich zu erholen. Wer bewusster trinkt oder mal eine Pause einlegt, tut nicht nur seiner Leber, sondern auch seiner natürlichen Abwehr etwas Gutes.

Es geht nicht darum, komplett auf Alkohol zu verzichten – sondern darum, die eigenen Grenzen zu kennen. Denn am Ende ist es die Dosis, die den Unterschied macht.

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