Speisegebote im Christentum: Was besagt das Aposteldekret?
Im Gegensatz zu vielen anderen Weltreligionen gibt es im Christentum heute kaum noch strenge Speisegesetze. Dennoch enthält das Neue Testament konkrete Empfehlungen, die auf das sogenannte Aposteldekret in der Apostelgeschichte zurückgehen.
Auf dem Konzil in Jerusalem entschieden die Apostel, den neuen Gläubigen keine schweren Lasten aufzubürden. Um das friedliche Zusammenleben von jüdischen und heidnischen Christen zu ermöglichen, wurden jedoch wenige Ausnahmen festgelegt. Christen sollten demnach auf Götzenopferfleisch, den Konsum von Blut sowie das Fleisch von erstickten Tieren verzichten, die beim Schlachten nicht vollständig ausgeblutet waren.
Diese Regeln dienten vor allem der Abgrenzung von heidnischen Opferriten und dem Respekt gegenüber jüdischen Speisetraditionen. Im heutigen Christentum spielen diese Einschränkungen im Alltag meist keine Rolle mehr, da die innere Haltung und die Nächstenliebe im Vordergrund stehen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.