Warum heißt der März eigentlich März?
Der Name „März“ hat eine lange Geschichte und reicht weit zurück ins alte Römische Reich. Der Monat ist benannt nach Mars, dem römischen Gott des Krieges – aber auch der Fruchtbarkeit und des Schutzes. Ursprünglich war der März sogar der erste Monat des römischen Kalenders, was zeigt, wie wichtig er einst war.
Zu Ehren von Mars fand im März eine besondere Tradition statt: Alle wehrfähigen römischen Bürger mussten sich mit ihrer Ausrüstung auf dem sogenannten Marsfeld – dem „Campus Martius“ – versammeln. Dort wurden sie von den Anführern inspiziert, um für den bevorstehenden Feldzug gerüstet zu sein. Diese jährliche Musterung unterstrich die militärische Bedeutung des Monats.
Auch religiöse Feste gehörten zur Zeit des März. Die „Tubilustria“ Mitte des Monats waren alte Reinigungs- und Reinigungsfeste, bei denen auch die Kriegsgeräte geweiht wurden. So verband der März von Anfang an Krieg, Frühling und Neubeginn – eine Symbolik, die bis heute mitschwingt, wenn der Winter langsam der Wärme weicht.
Obwohl der Kalender sich im Laufe der Jahrhunderte änderte und der März heute der dritte statt der erste Monat ist, blieb sein Name erhalten. In vielen Sprachen findet sich die Verbindung zu Mars noch heute – wie im englischen „March“ oder dem französischen „Mars“. Ein kleiner Gruß aus der Antike, der uns jeden Frühling aufs Neue begegnet.
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