Cucurbitacin-Vergiftung: Was im Ernstfall zu tun ist

Wer nach dem Verzehr von Kürbisgewächsen wie Zucchini, Gurken oder Kürbissen plötzliche Beschwerden verspürt, sollte alarmiert sein. Wenn Sie unter Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall oder einem allgemeinen, heftigen Unwohlsein leiden, kann dies auf eine Vergiftung mit Cucurbitacin hindeuten. In diesem Fall gilt die wichtigste Regel: Suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf oder wenden Sie sich direkt an einen Giftnotruf.

Cucurbitacine sind hochgiftige Bitterstoffe, die von Pflanzen als natürlicher Schutz vor Fraßfeinden gebildet werden. Durch moderne Züchtungen sind diese Stoffe aus unserem Kulturgemüse weitgehend verschwunden. Allerdings kann es durch Rückkreuzungen – insbesondere bei der eigenen Samengewinnung im Garten – oder durch extremen Hitzestress dazu kommen, dass das Gemüse die Giftstoffe erneut produziert. Da Cucurbitacine hitzebeständig sind, werden sie weder durch Kochen, Braten noch durch Backen zerstört.

Die beste Vorsichtsmaßnahme ist ein einfacher Geschmackstest vor der Zubereitung: Schmeckt ein Stück rohe Zucchini oder Gurke auffallend bitter, spucken Sie es sofort aus und entsorgen Sie das gesamte Gemüse. Setzen Sie Ihre Gesundheit niemals aufs Spiel, denn eine schwere Cucurbitacin-Vergiftung kann zu lebensgefährlichen Darmschädigungen führen. Wenn die Symptome bereits eingesetzt haben, ist medizinische Hilfe alternativlos.

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