Was tun bei dumpfem Ohr nach einem Konzert?

Nach einem lauten Konzert fühlt sich das Ohr oft dumpf an – manche hören sogar ein leises Piepen oder Summen. Das ist kein Zufall: Die ohreninnere sind durch den Schallreiz überfordert. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist das nur vorübergehend.

Experten raten deshalb zu einer Phase der akustischen Ruhe. Das bedeutet: Keine Musik über Kopfhörer, kein Fernsehen mit Lautstärke oder andere laute Geräusche. Einfach die Ohren zur Ruhe kommen lassen. So können sich die empfindlichen Haarzellen im Innenohr erholen, die bei lauten Tönen besonders stark beansprucht werden.

Oft verschwindet das dumpfe Gefühl oder das Ohrgeräusch innerhalb weniger Stunden bis spätestens nach ein bis zwei Tagen. Wichtig ist, in dieser Zeit keine weiteren Belastungen zuzulassen. Keine Kopfhörer, kein Besuch in der Disko, kein lautes Handy direkt am Ohr.

Wenn das Piepen oder das Druckgefühl aber länger als drei Tage anhält, sollte man unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen. Denn andernfalls könnte eine dauerhafte Schädigung drohen – besonders bei häufigen Besuchen in lauten Umgebungen. Wer regelmäßig auf Konzerten ist, tut seinen Ohren einen großen Gefallen mit Gehörschutz oder schalldämpfenden Ohrstöpseln.

Ein dumpfes Ohr nach einem Konzert ist kein Grund zur Panik – aber ein deutliches Warnsignal des Körpers. Wer darauf achtet, schützt langfristig nicht nur sein Gehör, sondern auch die Freude an Musik.

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