Was tun bei Herzrasen durch Angst?
Plötzlich schlägt das Herz schneller, die Luft wird knapp, und ein Gefühl der Beklemmung breitet sich aus – viele kennen das von einer Panikattacke. Besonders belastend ist das unangenehme Herzrasen, das oft wie ein Warnsignal wirkt, obwohl meist keine körperliche Gefahr besteht.
Ein bewährtes Mittel, um in solchen Momenten wieder ruhiger zu werden, ist die sogenannte 4-7-8-Atmung. Diese Technik hilft, das Nervensystem zu beruhigen und den Kreislauf zu entschleunigen. Wie funktioniert sie? Setze dich bequem hin, lege die Zungenspitze leicht hinter die oberen Vorderzähne und atme zunächst durch die Nase ein – und zwar vier Zählungen lang. Danach hältst du den Atem für sieben Zählungen an. Zum Schluss atmest du langsam und kontrolliert durch den Mund aus – über acht Zählungen, als ob du eine Kerze ausblasen würdest.
Wiederhole diesen Atemzyklus vier- bis fünfmal. Oft reicht das schon, um das Herzrasen zu verlangsamen und die innere Anspannung zu verringern. Die Methode funktioniert, weil sie den Parasympathikus aktiviert – also den Teil des Nervensystems, der für Erholung und Entspannung zuständig ist.
Wichtig ist: Diese Übung ersetzt nicht die Behandlung von Angststörungen, kann aber im akuten Moment helfen. Wer häufig unter Panikattacken leidet, sollte mit einem Arzt oder Therapeuten sprechen. Auch die Malteser empfehlen in ihren Kursen zur Ersten Hilfe bei psychischen Krisen gezielte Atemübungen, um Betroffenen wieder Sicherheit zu geben.
Atmen, wieder runterkommen, durchhalten – manchmal ist das schon der erste Schritt zur Ruhe.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.