Was tun bei verstopfter Brustdrüse?
Ein Milchstau ist für viele stillende Mütter eine schmerzhafte Erfahrung. Die Brust fühlt sich hart, warm und drückend an, oft mit roten Stellen. Doch es gibt bewährte Wege, um die verstopfte Drüse wieder frei zu bekommen – und Komplikationen wie eine Brustentzündung zu vermeiden.
Tipp 1: Stillen Sie häufig und wechseln Sie die Stillpositionen – das fördert die Entleerung der betroffenen Brust. Eine weite Lage, bei der das Baby mit der Nase zur verstopften Stelle zeigt, kann helfen, die blockierten Milchgänge gezielt zu entlasten.
Tipp 2: Vor dem Stillen erwärmen Sie die Brust mit einer warmen Dusche, einem feuchten Waschlappen oder einer Wärmflasche. Die Wärme lockert die verhärteten Bereiche und regt den Milchfluss an.
Tipp 3: Eine sanfte Massage von außen nach innen unterstützt den Abfluss der Milch. Dabei eignen sich pflanzliche Öle wie Mandel- oder Jojobaöl besonders gut, da sie die Haut geschmeidig halten und Reibung vermeiden.
Tipp 4: Danach kühlen – mit einem kühlen Waschlappen oder einer speziellen Stillkompresse – um Schwellungen zu reduzieren.
Tipp 5: Trinken Sie ausreichend und schonen Sie sich, wo immer möglich. Stress und Erschöpfung können den Milchstau verschlimmern.
Tipp 6: Zeigt sich nach 24 bis 48 Stunden keine Besserung oder kommt Fieber hinzu, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden – dann könnte eine Brustentzündung (Mastitis) vorliegen.
Kleine Pausen, Geduld und die richtige Pflege machen viel aus. Meistens löst sich ein Milchstau mit diesen Maßnahmen schnell wieder – und das Stillen kann weiterhin genießbar bleiben.
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