Warum der Rückruf mit Schleppleine besser klappt
Stell dir vor: Du bist mit deinem Hund im Wald unterwegs, lockst ihn mit „Komm!“ zurück – doch er dreht sich nicht einmal um. Frustrierend, nicht wahr? Genau solche Situationen untergraben die Bindung und das Vertrauen in das gemeinsame Training. Jedes Mal, wenn dein Hund den Rückruf ignoriert und damit „davonkommt“, wird das Verhalten verstärkt – für ihn bleibt es risikolos, dich einfach auszublenden.
Deshalb ist es sinnvoll, das Rückruftraining gezielt und sicher zu gestalten – am besten mit einer Schleppleine. Diese Leine, bis zu 30 Meter lang, wird am Geschirr befestigt, niemals am Halsband. Denn ein Ruck am Hals kann gesundheitliche Schäden verursachen, besonders bei plötzlichen Bewegungen. Das Geschirr verteilt die Kraft gleichmäßiger und schont den Körper des Hundes.
Die Schleppleine erlaubt deinem Hund mehr Freiheit als eine kurze Leine, gibt dir aber Sicherheit. Wenn er dich ignoriert, kannst du ihn sanft, aber bestimmt zurückführen – und den Rückruf direkt verknüpfen. So lernt er: „Komm“ bedeutet wirklich kommen, nicht nur, wenn er Lust hat. Wichtig ist, das Training stets positiv zu gestalten: Lob, Spiel oder Leckerlis machen den Rückruf zur Gewinnaktion, nicht zur Strafe.
Ein gut trainierter Rückruf schont nicht nur deine Nerven, sondern kann im Ernstfall Leben retten – etwa, wenn ein Wildtier plötzlich auftaucht. Mit etwas Geduld, konsequentem Training und der richtigen Ausrüstung wird dein Hund irgendwann zuverlässig zu dir zurückkehren, auch ohne Leine.
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