Was tun, wenn man dissoziiert?
Wenn man das Gefühl hat, sich von sich selbst oder der Umgebung zu lösen, spricht man von Dissoziation. Viele Menschen erleben das gelegentlich, etwa nach einem Schock oder bei starker Überforderung. Doch wenn solche Momente häufiger auftreten oder das tägliche Leben beeinträchtigen, kann eine dissoziative Störung dahinterstecken.
Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Hilfe. In der Regel steht eine Psychotherapie im Mittelpunkt der Behandlung, die sich an der Traumatherapie orientiert – denn oft hängen Dissoziationen mit belastenden Erlebnissen aus der Vergangenheit zusammen, besonders aus der Kindheit. Ziel der Therapie ist es, Sicherheit im Hier und Jetzt zu schaffen und langfristig mit den zugrundeliegenden Erfahrungen umzugehen.
Manchmal werden zusätzlich Medikamente eingesetzt, etwa um Angst oder Depressionen zu lindern, die oft mit dissoziativen Störungen einhergehen. Doch Psychopharmaka allein reichen meist nicht aus. Weitere unterstützende Verfahren wie Bewegungstherapie, Kunsttherapie oder auch Paar- und Familientherapie können helfen, den Kontakt zum eigenen Körper und zu anderen Menschen wieder zu stärken.
Wichtig ist: Wer unter wiederkehrenden dissoziativen Episoden leidet, sollte sich nicht allein damit fühlen. Mit der richtigen Unterstützung ist eine deutliche Besserung möglich. Der erste Schritt – Hilfe suchen – ist oft der schwerste, aber auch der wichtigste.
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