Was verschlimmert Lipödem?

Lipödem ist eine chronische Erkrankung, die vor allem Frauen betrifft und sich durch eine schmerzhafte, symmetrische Fettablagerung an Beinen und manchmal Armen auszeichnet. Obwohl die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind, spielt die Genetik eine große Rolle. Doch auch wenn die Erkrankung nicht direkt durch Lebensstilfaktoren verursacht wird, können diese den Verlauf deutlich beeinflussen.

So zeigt sich in der Praxis immer wieder: Eine ungesunde Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität und Übergewicht können die Symptome von Lipödem verschärfen. Besonders fettreiche und zuckerhaltige Kost begünstigt Entzündungsprozesse im Körper und kann das Lymphsystem zusätzlich belasten. Dadurch wird die bereits bestehende Schwellung in den betroffenen Bereichen noch stärker. Auch das Körpergewicht spielt eine Rolle – je höher es ist, desto größer ist oft auch die Belastung für die Beine und das venöse System.

Bewegung hingegen wirkt dagegen. Regelmäßige, schonende Aktivitäten wie Schwimmen, Spaziergänge oder Aquajogging fördern den Lymphfluss und können Schmerzen lindern. Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, gesunden Fetten und Ballaststoffen unterstützt ebenfalls den Körper bei der Bewältigung der Erkrankung.

Wichtig ist: Menschen mit Lipödem tragen keine Schuld an ihrer Erkrankung. Doch durch bewusste Lebensstilentscheidungen können sie viel für ihre Lebensqualität tun. Eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Lymphtherapeuten und Ernährungsberatern hilft, die Symptome langfristig besser zu managen.

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