Was sind Parasomnien?

Parasomnien sind störende Verhaltensweisen, die während des Einschlafens, im Schlaf selbst oder beim Aufwachen auftreten. Betroffene können zum Beispiel schlafwandeln, Albträume haben oder plötzlich mit einem Ruck hochschrecken – sogenanntes Schlafschrecken. Solche Episoden wirken oft beunruhigend, sowohl für die betroffene Person als auch für Mitbewohner.

Die Diagnose wird meist durch eine ärztliche Anamnese gestellt, da es keine spezifischen Tests gibt. Der Arzt erkundigt sich nach der Häufigkeit, dem Verlauf der Vorfälle und möglichen Auslösern wie Stress, Schlafmangel oder Erkrankungen. In einigen Fällen kann eine Schlafstudie im Spezialzentrum hilfreich sein, um andere Schlafstörungen auszuschließen.

Die Behandlung hängt von der Art und Schwere der Parasomnie ab. Bei Kindern, die häufiger betroffen sind, verschwinden viele Formen wie das Schlafwandeln oft von selbst mit dem Alter. Bei Erwachsenen kann jedoch eine gezielte Therapie nötig sein. Dazu gehören oft Entspannungstechniken, Verhaltenstherapie oder in bestimmten Fällen auch Medikamente. Wichtig ist auch, den Schlafplatz sicher zu gestalten – etwa durch abgesicherte Fenster oder Treppentüren – besonders, wenn Schlafwandeln im Spiel ist.

Parasomnien sind keine Seltenheit und betreffen Menschen jeden Alters. Wer regelmäßig unter solchen Episoden leidet, sollte jedoch einen Arzt aufsuchen. Mit der richtigen Begleitung lassen sich die Symptome meist gut beeinflussen und die Schlafqualität deutlich verbessern.

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