Entgiftet das Fasten wirklich den Körper?
Ein weitverbreiteter Glaube besagt, dass Fasten den Körper von Schadstoffen befreit und ihn „reinigt“. Doch tatsächlich ist es nicht wissenschaftlich belegt, dass Fasten den Körper entschlackt oder entgiftet. Die Hauptarbeit bei der Entgiftung übernehmen Leber und Niere – und zwar jeden Tag, unabhängig davon, ob man isst oder fastet.
Wenn man über einen längeren Zeitraum nichts isst, beginnt der Körper tatsächlich, Reserven abzubauen. Dabei wird nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abgebaut. Das kann kurzfristig zu einem Gewichtsverlust führen, doch was fehlt, ist nachhaltige Wirkung. Sobald die ehemalige Ernährung wieder aufgenommen wird, kehrt das Gewicht oft schnell zurück – der Jo-Jo-Effekt.
Experten raten daher davon ab, Fasten als Allheilmittel für eine Entgiftung oder dauerhafte Gewichtsreduktion zu sehen. Wer langfristig abnehmen möchte, sollte seine Ernährung grundlegend überdenken, statt vorübergehend auf Nahrung zu verzichten. Regelmäßige Mahlzeiten mit viel Gemüse, Vollkorn, gesunden Fetten und ausreichend Bewegung sind nachweislich wirksamer und schonender für den Körper.
Gelegentliches intermittierendes Fasten kann für manche Menschen geeignet sein, aber es ist kein Ersatz für eine ausgewogene Lebensweise. Wer unsicher ist, sollte besser einen Arzt oder Ernährungsberater konsultieren, statt auf Mythen rund um die „Reinigung“ des Körpers zu setzen.
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