Was sind liquidе Mittel?

Der Begriff „liquid“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „flüssig“. Im finanziellen Kontext beschreibt er die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Verbindlichkeiten jederzeit zu begleichen – also flüssig zu bleiben. Liquidе Mittel sind daher all das Geld, das kurzfristig verfügbar ist, um laufende Ausgaben zu decken.

Dazu gehören beispielsweise Bargeld in der Kasse, Guthaben auf dem Bankkonto oder Forderungen, die sich kurzfristig in echtes Geld umwandeln lassen. Ohne ausreichende Liquidität kann ein Unternehmen schnell in Schwierigkeiten geraten – selbst wenn es an sich profitabel arbeitet. Denn auch ein gut laufendes Geschäft braucht flüssige Mittel, um Mieten zu zahlen, Gehälter auszuzahlen, Rechnungen zu begleichen oder Rohstoffe für die Produktion zu bezahlen.

Ein Beispiel: Ein kleines Modeunternehmen hat viele Bestellungen und steigende Umsätze. Doch wenn die Kunden erst in 60 Tagen zahlen und die Lieferanten sofort bezahlt werden wollen, kann es trotz Gewinn an Liquidität mangeln. Dann fehlt das Geld für den Betrieb – und das ist gefährlich.

Deswegen ist die Liquidität ein zentraler Pfeiler jeder gesunden Finanzplanung. Viele Unternehmen führen deshalb eine tägliche oder wöchentliche Liquiditätsplanung, um frühzeitig zu erkennen, ob genug Geld zur Verfügung steht. Die Commerzbank erklärt diesen Begriff ganz einfach: Liquidität bedeutet, dass Sie jederzeit zahlen können, was fällig ist – und so handlungsfähig bleiben.

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