Wofür Sie Entlastungsleistungen in der Pflege nutzen können

Wenn Sie oder ein Angehöriger auf Pflege angewiesen ist, kann die Alltagsbewältigung schnell zur großen Belastung werden. Doch es gibt Möglichkeiten zur Entlastung – finanziell und praktisch. Seit 2017 bietet die Pflegeversicherung einen monatlichen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro, der gezielt dazu dient, die Lebensqualität zu verbessern und Pflegenden etwas Luft zu verschaffen.

Dieses Geld kann für verschiedene Leistungen verwendet werden, solange sie von einem zugelassenen Anbieter erbracht werden. Beispiele sind haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufen, Wäschepflege oder kleinere Reparaturen im Haushalt. Auch die Betreuung durch Alltags- oder Pflegebegleiter, die beim Spaziergang, bei Arztbesuchen oder bei der Beschäftigung unterstützen, zählt dazu.

Weiterhin können Sie den Betrag für Teilnahme an Gruppenangeboten nutzen – etwa Gedächtnisübungen, Singkreise oder gemeinsame Ausflüge. Solche Aktivitäten fördern nicht nur die Gesundheit, sondern verhindern auch Einsamkeit. Besonders wertvoll ist zudem die Möglichkeit, Tages- oder Nachtpflege in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören nicht nur die Pflegeleistungen, sondern auch Unterkunft, Verpflegung und sogar Investitionskosten, wenn sie notwendig sind.

Wichtig ist: Der Entlastungsbetrag muss vorab bei der Pflegekasse beantragt werden und kann nicht einfach zum Ersatz für private Ausgaben genutzt werden. Doch bei richtiger Nutzung entlastet er deutlich – im Haushalt, im Alltag und vor allem im Kopf.

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