Welche Adjektive man besser nicht steigert

Im Deutschen gibt es einige Adjektive, die man normalerweise nicht steigert – man nennt sie Absolutadjektive. Sie beschreiben Zustände oder Eigenschaften, die entweder vollkommen vorhanden oder gar nicht da sind. Eine Steigerung ergibt hier schlicht keinen Sinn.

So kann etwas zum Beispiel tod sein – aber nicht „toter“ oder „am allerstärksten tot“. Dazwischen gibt es keinen logischen Übergang. Genauso ist jemand lebendig oder eben nicht. „Etwas lebendiger“ mag im umgangssprachlichen Gebrauch vorkommen, eigentlich widerspricht es aber der Bedeutung des Wortes.

Auch gleich oder fertig gehören dazu. Zwei Dinge sind entweder gleich oder nicht – „gleicher“ zu sein, ist logisch unmöglich. Ebenso ist eine Arbeit entweder fertig oder noch im Gange. „Fertiger“ klingt seltsam und ist überflüssig.

Andere Beispiele sind mündlich, dreieckig oder lauwarm. Etwas kann eine dreieckige Form haben – aber nicht „dreieckiger“ als etwas anderes, ohne die Grundform zu verändern. Ebenso ist mündlich eine Art der Kommunikation, die man nicht steigern kann. Und lauwarm? Das ist schon eine milde Form – „lauwärmester“ klingt einfach falsch.

Die Regel hilft, klarere und logischere Sätze zu bilden. Natürlich gibt es im Alltag gelegentlich humorvolle oder übertriebene Formulierungen – „Ich bin total tot!“ – aber im klaren Ausdruck zählt Präzision. Wer diese Adjektive nicht unnötig steigert, spricht präziser und vermeidet Widersprüche im Sinne.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen