Welche Augentropfen verengen die Pupille?

Wenn die Pupille enger wird, spricht man von einer Miosis. Dieser Effekt lässt sich durch bestimmte Augentropfen gezielt herbeiführen – sogenannte Miotika. Diese Medikamente werden in Form von Tropfen oder Salben angewendet und führen dazu, dass sich die Pupille vorübergehend verkleinert.

Miotika gehören zur Gruppe der Parasympathomimetika, also Substanzen, die den parasympathischen Teil des Nervensystems nachahmen. Dadurch wird der Muskel, der die Pupille verengt, aktiviert. Ein bekannter Wirkstoff ist Pilocarpin, der seit Jahrzehnten bei der Behandlung bestimmter Formen des Grünschts (Glaukom) eingesetzt wird. Bei erhöhtem Augeninnendruck hilft Pilocarpin, den Abfluss des Kammerwassers zu verbessern – die Pupillenverengung ist dabei ein Begleiteffekt.

Heute werden Miotika nicht mehr so häufig eingesetzt wie früher, da neuere Medikamente oft weniger Nebenwirkungen haben. Dennoch kommen sie in speziellen Fällen weiterhin zum Einsatz, etwa bei Engwinkelglaukom oder als diagnostisches Hilfsmittel in der Augenheilkunde.

Wichtig: Solche Tropfen sollten niemals ohne ärztliche Anweisung verwendet werden. Eine unbeabsichtigte Pupillenverengung kann zu Sehstörungen, eingeschränktem Nachtsehen oder Kopfschmerzen führen. Bei Verdacht auf ein Glaukom oder unklaren Augensymptomen ist ein Besuch beim Augenarzt immer die beste Wahl.

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