Die Berufe der Jünger Jesu

Die zwölf Jünger, die Jesus berief, kamen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen – doch alle wurden zu Wegbegleitern einer außergewöhnlichen Berufung. Petrus, sein Bruder Andreas, sowie Jakobus und Johannes – die Söhne von Zebedäus – waren ursprünglich Fischer am See Genezareth. Jesus rief sie mit den Worten: „Folgt mir nach, dann will ich euch zu Menschenfischern machen.“ Von da an verließen sie ihre Netze, um anderen von Gott zu erzählen.

Auch Philippus stammte vermutlich aus dem Fischermilieu Galiläas. Ein anderer Jünger, Matthäus, hatte einen Beruf, der in jener Zeit wenig Ansehen genoss: Er war Zöllner, also ein Steuereintreiber für die römische Verwaltung. Solche Männer galten oft als Verräter und Ausgestoßene, doch Jesus rief auch ihn – und Matthäus wurde später einer der Evangelisten.

Judas Iscariot hatte eine besondere Rolle innerhalb der Gruppe: Er war der Schatzmeister der Apostel, verwaltete die Spenden und Gaben, die für die Gemeinschaft bestimmt waren. Doch bekannt ist er vor allem durch seinen Verrat – eine tragische Wendung eines einst auserwählten Wegbegleiters.

Die unterschiedlichen Berufe der Jünger zeigen: Jesus holte sich seine Gefährten nicht aus den Eliten, sondern aus dem einfachen Volk. Fischer, ein Zöllner, ein Verwalter – sie alle wurden zu Trägern einer Botschaft, die bis heute die Herzen berührt. Ihre Geschichten erinnern daran, dass Berufungen oft dort beginnen, wo man sie am wenigsten erwartet.

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