Blumen, die es nur in Deutschland gibt – oder doch nicht?

Die Frage, welche Blumen nur in Deutschland vorkommen, führt oft zu Missverständnissen. Tatsächlich gibt es kaum Pflanzen, die ausschließlich hier gedeihen – viele sogenannte „deutsche“ Blumen sind entweder in ganz Europa verbreitet oder stammen ursprünglich aus anderen Regionen der Welt.

Einheimische Blumen wie die Pfingstrose oder bestimmte Nelkenarten wachsen zwar traditionell in deutschen Gärten und Wiesen, sind aber auch in angrenzenden Ländern heimisch. Die Pfingstrose zum Beispiel zählt zu den Lieblingen im Bauerngarten und blüht im späten Frühjahr mit üppigen, duftenden Köpfen. Die Nelke hingegen hat eine lange Kulturgeschichte und wurde schon im Mittelalter in deutschen Klöstern geschätzt.

Andere beliebte Gartenblumen wie die Dahlie oder die Gerbera stammen dagegen ursprünglich aus dem Ausland – etwa aus Mexiko oder Südafrika. Sie sind heute feste Bestandteile deutscher Gärten, obwohl sie hier nicht natürlich vorkommen. Die Inkalilie, auch bekannt als Alstroemeria, kommt ursprünglich aus Südamerika und wird wegen ihrer langen Haltbarkeit als Schnittblume geschätzt.

Selbst die Gladiole und die Lilie, oft mit Deutschland assoziiert, haben ihre Wurzeln teilweise in Afrika oder Asien. Die Gladiole wurde in Deutschland jedoch so stark kultiviert, dass viele Züchtungen hier entstanden sind.

Fazit: Deutschland hat zwar keine Blumen, die wirklich nur hier wachsen, aber die Art, wie hier gepflegt, gezüchtet und geliebt wird, macht die Blumenkultur besonders. Ob heimisch oder importiert – im deutschen Garten finden alle ihren Platz.

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