Wie dick sollte die Dämmung bei der Sanierung sein?

Bei der energetischen Sanierung eines Altbauers spielt die Dämmstoffdicke eine entscheidende Rolle – zu dünn, und der Wärmeschutz bleibt unzureichend; zu dick, kann es baulich oder finanziell herausfordernd werden. Laut dem Informationsprogramm Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg unterstützt wird, liegen sinnvolle Dämmstärken bei einer Sanierung meist zwischen 12 und 24 Zentimetern.

Die genaue Stärke hängt jedoch stark vom Bauteil und vom verwendeten Material ab. So benötigt eine Fassade oft eine andere Dicke als das Dach oder die Kellerdecke. Zum Beispiel reicht bei hochwärmedämmenden Materialien wie Mineralwolle oder Polystyrol oft eine geringere Schichtdicke aus, während nachwachsende Materialien wie Hanf oder Holzfaser etwas stärker aufgetragen werden müssen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Das Dach oder die oberste Geschossdecke sollten besonders gut gedämmt werden, da hier im Winter der größte Wärmeverlust entsteht. Hier sind oft 16 bis 24 cm empfehlenswert. Bei der Kellerdecke hingegen reichen je nach Material und Nutzung 12 bis 16 cm aus, um eine gute Wärmedämmung zu gewährleisten.

Wichtig ist: Eine fachgerechte Planung sollte immer vor der Sanierung stehen. Denn nur so lässt sich die optimale Dämmstärke ermitteln – passend zum jeweiligen Gebäude, dem verwendeten Dämmstoff und den energetischen Zielen. Wer hier spart, zahlt langfristig an Energiekosten und Wohnkomfort.

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