Welche Farbe verschwindet zuerst im Wasser?

Wenn du ins Wasser tauchst, fällt dir vielleicht auf, dass die Welt dort unten mit der Tiefe immer blasser wird. Das liegt daran, dass Licht unter Wasser anders absorbiert wird als an der Luft. Die rote Farbe ist die erste, die verschwindet – schon in geringer Tiefe, oft ab etwa fünf bis zehn Metern. Je tiefer du tauchst, desto mehr Farben verlieren sich nach und nach.

Nach dem Roten verschwinden nacheinander Orange, Gelb und schließlich Grün. Das liegt daran, dass diese Farben längere Lichtwellen haben, die vom Wasser schneller geschluckt werden. Blau dagegen hat eine kurze Wellenlänge und dringt am tiefsten ein. Es wird zudem im Wasser gestreut – deshalb erscheint das Meer in größeren Tiefen meist in satten Blautönen.

Genau aus diesem Grund sehen Unterwasserfotos ohne künstliche Beleuchtung oft blass und bläulich aus: Die natürlichen Farben sind einfach nicht mehr vorhanden. Taucher bemerken das besonders deutlich – ein rotes T-Shirt kann schon in zehn Metern Tiefe grau oder schwarz aussehen.

Doch nicht immer ist das Wasser blau. An vielen Küsten oder in Flüssen sieht man es grün, braun oder sogar grünlich-braun. Das hängt mit dem Seegras, Schwebepartikeln oder dem Meeresboden zusammen. Aber im klaren, tiefen Ozean dominiert eindeutig das Blau – denn es ist das Licht, das am weitesten kommt.

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